Fortbildungskurse 2019

Save the Date „Raus aus dem Haus: Mobil mit Neurologischer Erkrankung“ Symposium am ulmkolleg 22.03–23.03.19 • Das Schädel-Hirn-Trauma kommt in der Bundesrepublik bei einer Bevölkerungsgröße von ca. 82 Millionen Einwohnern mit einer Häufigkeit von ca. 273.000 Schädelhirnverletzten pro Jahr vor – die Betroffenen leiden unter vielen unterschiedlich stark ausgeprägten Symptomen, wie Gedächtnis- oder Bewegungsstörungen. • Knapp 270.000 Schlaganfälle ereignen sich jährlich in Deutschland. Rund die Hälfte der überlebenden Schlaganfall-Patienten bleibt ein Jahr nach dem Ereignis dauerhaft behindert und ist auf fremde Hilfe angewiesen. Fast eine Million Bundesbürger leiden an den Folgen dieser Erkrankung. • Während viele Informationskampagnen zumindest zu einer schnelleren Erkennung eines Schlaganfalls führen, sind die ersten Symptome der Multiple-Sklerose (MS)-Patienten unspezifischer und manchmal können sogar Monate oder gar Jahre vergehen, bis die Diagnose eindeutig feststeht. In Deutschland leben ca. 200.000 Menschen, die an MS erkrankt sind. • Ca. 280.000 Personen leiden an der Parkinson-Erkrankung, einer langsam fortschreiten- den Erkrankung, mit schweren Bewegungsstörungen und anderen Symptomen. Bedingt durch eine Vielzahl von Einschränkungen wie Lähmungen, Gefühls-, Sprach-, Schluck-, Seh-, Gleichgewichts-, sowie Bewusstseins- und Wahrnehmungsstörungen oder durch die Schädigung des Gehirns selbst, ist bei vielen neurologisch Erkrankten mit depressiven Syndromen, wie Antriebsarmut oder starken Stimmungstiefs zu rechnen. Obwohl Patienten häufig als gehfähig aus einer Rehabilitationsmaßnahme entlassen werden, haben viele große Schwierigkeiten unabhängig von Hilfe, außerhalb des Hauses zu gehen oder öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Die neurologischen Verbände empfehlen eine interdisziplinäre Rehabilitation, d.h. ein gemeinsames Vorgehen der verschiedenen Professionen wie Ärzte, Physio- und Ergothera- peuten sowie Pflegekräfte. Dabei wird gelegentlich die Bedeutung der Orthopädietechnik oder von Ingenieuren zur Entwicklung von gerätegestützter Therapie vernachlässigt und die Übergänge von der stationären zur ambulanten Rehabilitation und Nachsorge schaffen Probleme. Daher bietet das Symposium „Mobil nach neurologischer Erkrankung“ die Möglichkeit, das Thema ganzheitlich aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, um gemeinsam bestmögliche berufsgruppenübergreifende Therapieansätze im Sinne der und mit den Patienten zu entwickeln.

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